Vereinsgeschichte

(Auszug aus der Vereinschronik zum 100jährigen Jubiläum)

Durch „Zirkular“ vom 7. Mai 1893 wurde der Radfahrverein Prien am 11. Mai 1893 von dreizehn sportbegeisterten Priener Bürgern gegründet. Ein Jahr darauf kam erstmals ein offizielles Radrennen „Rund um den Chiemsee“ zur Durchführung. Auf dieser Strecke, auf der in der 100jährigen Vereinsgeschichte lange Zeit fast jährlich ein Rennen ausgetragen wurde, bieten sich interessante Vergleiche über den Fortschritt bei Sportler, Material und Straße. So benötigte der damalige Sieger Max Reheis 2:29 Stunden, 1926 wurde der Priener Alois Wöhrer in 2:16 Stunden sogar Chiemgau-Meister auf dieser Strecke. Rudi Wörndl benötigte in den 1980er Jahren bisher unerreichte 1:21 Stunden. In den letzten Jahren konnten wegen zu starken Verkehrsaufkommens keine Chiemsee-Umrundungen als Rennen durchgeführt werden.

1912 – 1922 Bedingt durch den Ersten Weltkrieg ruhte die Vereinstätigkeit.
1922 Der Mitgliederstand war von 71 auf 12 Unentwegte geschrumpft. Alois Volk hauchte dem Verein neues Leben ein.
1934 Die politischen Verhältnisse sorgten für die Auflösung des Vereins.
1951 Nach 17jähriger Pause erlebte der Verein seine Wiederbegründung. Erstmals fand das Rundstrecken-Rennen „Rund um den Nordblock“ statt.
1956 Gerhard Schraml und Rudi Ernstberger sorgten für den ersten Doppelsieg beim Priener Rundstreckenrennen „Rund um den Priener Marktplatz“.
1963 70-Jahr-Feier mit Weihe einer neuen Standarte, Hochradrennen im Rahmen des Rundstreckenrennens
1968 Alois Volk – über 50 Jahre Vorstand des Vereins – übergibt sein Amt an Toni Harntasch
1975 Der RFV Prien richtet die Bayerische Bergmeisterschaft (nach Gschwendt) aus.
1981 Rudi Wörndl gewinnt als erster Priener das Rennen „Rund um den Priener Marktplatz“

Während der 1980er Jahre sorgten u.a. Rudi Wörndl, Martin Osterhammer, Tilman Rieger und Josef Schartner für Erfolge. So wurde Wörndl u.a. Bayerischer Vizemeister auf der Straße und gewann eine Etappe der renommierten Mallorca-Rundfahrt. Der Verein blühte aber auch auf der Ebene des Breitensports auf, bei unzähligen Veranstaltungen wirkte der RFV erfolgreich mit.

Es war auch die Zeit, in der sich die Freundschaft Priens französischer Partnergemeinde Graulhet im RFV vertiefte. Mehrmals machten sich insbesondere Mitglieder des RFV um die Partnerschaft verdient. Mittlerweile radelten mehrere Gruppen von beiden Seiten in die befreundeten Gemeinden. 1987 erstellte der RFV eine neue Satzung und erreichte die Eintragung in das Vereinsregister. 1988 richtete der RFV die oberbayerische Straßenmeisterschaft zum 95. Vereinsjubiläum aus. 1990 gewinnt Martin Osterhammer das Heimrennen „Rund um den Priene Marktplatz“ zum dritten Mal in Folge und wird als Bayerns bester Rundstreckenfahrer des Jahres ausgezeichnet. In dem für den Wechsel bekannten Jahr 1990 traten auch die langjährigen Vorstände (seit 1964) Toni Harntasch und Rudi Ernstberger zurück. Die Geschicke des Vereins leiteten seither Hans-Werner Späth, Rudi Wörndl, Klaus Wenzel und seit 2005 Walter Freitag.